Alte Drogerie Meinken:
Ludwig Meinken hat im Jahr 1938 nach seiner bestandenen Drogisten-Prüfung die Drogerie Meinken am Wanner Markt in Höhe der Laurentiuskirche eröffnet. Nachdem er im Verlauf des folgenden Krieges als Sanitäter an der Ostfront eingesetzt wurde, kehrte er kriegsbedingt durch eine Verwundung 1944 in die Heimat zurück. Mit dem Beginn der letzten großen Offensive der Alliierten wurde das Ruhrgebiet eingekesselt. Ludwig Meinken wurde dort ebenfalls als Sanitäter eingesetzt. Nachdem der Ruhrkessel gefallen war, geriet er in Gefangenschaft. Bedingt durch den harten Nachkriegswinter 1946 standen die Alliierten vor dem Problem, dass die gesamte Bevölkerung massiv unterversorgt war. Dieses betraf auch den Bereich der Arzneimittel. Da früher in Drogerien auch Arzneimittel verkauft wurden, wurde Ludwig Meinken frühzeitig aus der Gefangenschaft entlassen. Sein Geschäft, welches in dieser Zeit erheblich durch einen Bombentreffer und Plünderungen verwüstet war, konnte er wieder aufbauen. Im Jahr 1946 eröffnete er mit seiner Frau Annemarie Meinken eine Zweigstelle in Crange. Die Drogerie wurde unter der Cranger Bevölkerung schnell beliebt. Auch die Schausteller der Cranger Kirmes waren hier regelmäßige Kunden. Es entwickelten sich Freundschaften, welche bis zum heutigem Tage bestand haben.
Eine Kräuterspirituose, welche Ludwig Meinken 1942 in Minsk brannte, wurde dort in einem internen Kreis genossen. Nach dem dieser Schnaps durch die Mund-zu-Mund-Propaganda ein sogenannter Renner wurde, gab es diesen hauseigenen Kirmes- tropfen ab 1949 erstmalig zur Cranger Kirmes.