Schwarzbier

Aufgrund von speziellen, sehr dunklen Malzen erhält das Schwarzbier seine charakteristische dunkle, fast schwarze Färbung, die ihm auch seinen Namen gibt. Anders, als es vielleicht vom Äußeren den Anschein macht, ist diese Biersorte nicht etwa ein Starkbier mit erhöhtem Alkoholgehalt.

Es ist ein stark malzbetontes Vollbier, was sich durch einen vollmundigen Geschmack mit leichten Kaffee- und Schokoladennoten auszeichnet. Der Hopfen spielt hier lediglich eine untergeordnete Rolle, da er lediglich dazu dient der Süße des Malzes entgegenzuwirken. Die Geschichte des Schwarzbieres reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, wo er 1309 das erste Mal urkundlich festgehalten wurde. So scheint die Braunschweiger Mumme zur Zeit des Mittelalters äußerst beliebt gewesen zu sein. Im Laufe der Jahre ereilte das Schwarzbier jedoch dasselbe Schicksal wie vielen anderen dunklen Bierstilen. Durch die immer beliebter werdenden Lager- und Weizenbiere nahm die Popularität des Schwarzbiers stetig ab. Einen erneuten Aufschwung schaffte es jedoch nach der Wiedervereinigung durch die Köstritzer-Brauerei, die heute wohl größte Schwarzbierbrauerei. Besonders in den neuen Bundesländern, als lokale Spezialität, findet das Schwarzbier wieder viele Abnehmer. Bundesländer wie Sachsen, Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern sind heute Heimat der Schwarzbier Braukultur.

Zu den bekanntesten Marken und Herstellern gehören:

  • Köstritzer
  • Störtebeker
  • Neuzeller
  • Krusovice
  • Zwiefalter

Als untergäriges Bier ist das Schwarzbier eng verwandt mit anderen Biersorten wie dem Pils, dem Märzen und dem Lager- und Exportbier.

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